Wort des Monats - Archiv

16.09.2009

Absurde Finanzkrise

Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. (2. Chr. 16,9)

Unter dieser Überschrift erschien in der Ausgabe einer überregionalen Zeitung eine Notiz. Ein Physiker beschrieb in einem wissenschaftlichen Vortrag der Deutschen Physikalischen Gesellschaft die Finanzkrise als eine absurde Situation, die nach Kriterien eines Naturwissenschaftlers nicht zu verstehen sei. "Weder gibt es ein Wissen, woher diese Krise kommt, noch wohin sie geht, oder gar, welchen Umfang sie hat," sagte er. Noch weniger ausgeprägt sei das Wissen, was zu tun sei. Was mit den Augen eines Wissenschaftlers absurd erscheint, ist mit den Augen der Bibel betrachtet ein weiterer Schritt in der Geschichte Gottes mit den Menschen. Gottes Gerichtshandeln ist mit wissenschaftlichen Kriterien nicht messbar und kann mit menschlichen Mitteln nicht behoben werden. Wir erkennen in der Bibel immer wieder, was passiert, wenn die Herzen der Menschen sich von Gott abwenden und das "Maß der Sünde" voll geworden ist. Moralische Appelle an Menschen, die sich gewissenlos an der Not anderer bereichert haben, die Ratlosigkeit über einen 17jährigen, der sich aus "heiterem Himmel" entscheidet, aus Spaß 15 Menschen umzubringen und das Erschrecken angesichts einer rasanten wirtschaftlichen Talfahrt, die anscheinend niemand zu stoppen vermag, sind die Kennzeichen einer Schöpfung, die sich von ihrem Schöpfer gelöst und den Menschen selbst in den Mittelpunkt gestellt hat. Sie sind der laute Schrei einer aufgeklärten Nation, die sich in großen Teilen von ihrem Erlöser abgewendet und den biblischen Glauben in die Ecke der Mythen und Märchen verwiesen hat.

 

Wir erleben gerade eine der dramatischsten Umgestaltungen und Verwandlungen in der westlichen Welt. Politiker mögen ihr Bestes geben und Manager und Geschäftsleute sich auf ihre Fähigkeiten besinnen. Wenn aber in dieser Situation die Christen ihre Stimme nicht erheben, werden sie für lange Zeit ihr geistliches Mandat verlieren. Ihr Ruf ist machtvoll, real und die einzige Lösung für eine Welt, die meint, ihr Vertrauen in die Fähigkeit eines redebegabten amerikanischen Präsidenten setzen zu können. Es ist der Ruf zur Buße und zur Umkehr zum lebendigen Gott. Gottes Bedingungen, um ein Land heilen und wiederherstellen zu können, haben sich bis heute nicht geändert. Der einzige Weg ist, dass sein Volk - die Gemeinde Jesu - sich "demütigt, betet, sein Angesicht sucht und sich von ihren bösen Wegen bekehrt.? (2. Chr.7,14)

 

Gottes Augen sind schärfer als jede hochauflösende Kamera, die aus dem Weltall auf uns gerichtet ist. Sie durchdringen alle äußeren Schutzwälle, die wir aufgebaut haben und erkennen die tiefsten Gedanken unseres Herzens. Gott sucht Menschen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. Sieht er sie, bleibt er mit seinen Augen an ihnen "hängen" und kann nicht aufhören, sich durch Zeichen und Wunder an ihnen mächtig zu erweisen. Was für ein wunderbarer Gott! Vielleicht sollten wir der Zeit der "absurden Finanzkrise" einen anderen Namen geben. Es ist die Zeit der Suche Gottes nach Christen mit "ungeteilten Herzen"! Es gibt immer mehr Christen, die von ihrem religiös verprägten, kompromissbereiten und auf die Dinge dieser Welt ausgerichteten "geteilten Herz" einfach genug haben. Sie merken, wie sie sich immer mehr von ihrer Liebesbeziehung zu Jesus und seinem Segen abgeschnitten haben. Oft wissen sie nicht, wie sie ihr Herz neu auf Gott ausrichten können und in ihrer persönlichen Beziehung zu Jesus erneuert werden können. Aber es gibt praktische Schritte, die ihnen helfen können wieder neu bei Gott anzukommen. Ich lade Sie ein!

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