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Länderinfo Die Republik Ukraine liegt in Osteuropa am Schwarzen Meer. Die 46 Millionen Einwohner (2008) sind zu 78 Prozent Ukrainer und zu 17 Prozent Russen. Zwar ist die Amtssprache Ukrainisch, jedoch dominiert die russische Sprache den Osten und Süden des Landes sowie die Hauptstadt Kiew mit ihren 3 Millionen Einwohnern.
Die Ukraine wurde 1991 unabhängig von der UdSSR. 2004 erlebte sie einen demokratischen Umschwung - die "Orangene Revolution". In deren Folge wurde das politische System zu einem semi-präsidentiellen System mit einer Stärkung des Parlaments und der Regierung geändert. Die politische Situation ist noch immer geprägt durch den anhaltenden Machtkampf zwischen Vertretern einer Westorientierung sowie denen einer engen Anlehnung an Russland. Zur Debatte steht auch ein baldiger EU-Beitritt. Nach der Unabhängigkeit 1991 hat die Ukraine schrittweise einen Privatisierungsprozess eingeleitet. In den 90er Jahren erlebte das Land ähnlich wie die anderen Transformationsländer Osteuropas aber zunächst eine Wirtschaftskrise. Auch 2007 konnte die Ukraine das Produktionsniveau von 1991 noch nicht wieder erreichen. Die wichtigsten Exportgüter der Ukraine sind Metallurgieprodukte, chemische Waren, Maschinen, Geräte, Nahrungsmittel und Textilien. (Quelle: Wikipedia) Drogen und AIDS Die AIDS-Epidemie in der Ukraine ist die schwerste Europas und eine der am schnellsten wachsenden weltweit. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation wie auch der ukrainischen Regierung gibt es rund 440.000 HIV-Infizierte. Fast die Hälfte der Betroffenen hat sich beim Drogenspritzen infiziert. Die Hauptursache für die epidemische Ausbreitung der Drogensucht war der Zusammenbruch der Sowjetunion. Viele Betriebe mussten schließen, massenhafte Arbeitslosigkeit führte zu Armut und Perspektivlosigkeit. Dem Bedürfnis nach Drogenkonsum, dem explosionsartig gewachsenen Markt für Drogen, kam die leichte Verfügbarkeit von Drogen in der Ukraine entgegen. Zhitomir Zhitomir liegt im Norden der Ukraine, 120 km westlich von Kiew und 150 km südlich der Grenze zu Weißrussland. Die Stadt hat knapp 300.000 Einwohner und ist Verwaltungssitz des gleichnamigen politischen Bezirks Oblast Zhitomir. Sie ist Verkehrsknoten, Industriezentrum und kultureller Mittelpunkt mit Hochschulen, Theater und Museen.
Zhitomir hat ein reiches jüdisches Erbe. Im Jahre 1891 war über ein Drittel der Stadtbevölkerung jüdisch (24.000 Juden bei einer Gesamtbevölkerung von 70.000 Einwohnern). Zusammen mit Vilnius war dies der einzige Ort, an dem die russische Regierung ein Rabbinerseminar errichten ließ, zur Ausbildung von jüdischen Geistlichen im Staatsdienst. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurde Zhitomir am 9. Juli 1941 von deutschen Truppen besetzt, und im darauffolgenden Holocaust wurden die meisten Juden aus Zhitomir und Umgebung umgebracht. |