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Länderinfo Sibirien bezeichnet im weitesten Sinne den gesamten asiatischen Teil Russlands. Das sind mit 9,6 Millionen Quadratkilometern etwa zwei Drittel des russischen Territoriums. In den meisten Regionen Sibiriens herrscht ein ausgeprägtes Kontinentalklima: Verhältnismäßig heiße Sommer (bis +40 °C) werden von extrem kalten Wintern (bis -72 °C) abgelöst. Oft wird das Land bis zu neun Monate von einer Schneedecke bedeckt. Weite Teile Sibiriens werden von Permafrostböden (dauerhaft gefrorener Boden) eingenommen, der in der warmen Jahreszeit nur oberflächlich antaut. Tau- und Regenwasser können dort nicht versickern. Die Staunässe führt im kurzen Sommer zu einem extremen Mückenreichtum.
Mit 23 Millionen Einwohnern ist Sibirien nur schwach besiedelt. Die Bevölkerungsdichte liegt im Mittel bei nur 2,7 Menschen pro km². Die Bevölkerung konzentriert sich in einem relativ schmalen Streifen im Süden und Südwesten, wo die Transsibirische Eisenbahn wichtige Großstädte, zu denen auch Tjumen gehört, verbindet und Ackerbau möglich ist. Neben Erdgas und Erdöl stellen Holznutzung, Kohleförderung, Uranabbau, Diamant- und Goldminen die wichtigsten natürlichen Rohstoffe in Sibirien dar. Sibirien hat deswegen einen großen Einfluss auf die Energiewirtschaft Russlands sowie die allgemeine Wirtschaftspolitik Russlands. Schreckliche Berühmtheit erlangte das unter der Herrschaft Stalins aufgebaute System von Gefängnissen und Straflagern in Sibirien, der Archipel GULAG. Schon zu Zarenzeiten dienten die abgelegenen und unwirtlichen Gebiete zur Verbannung von politischen Gegnern und Straftätern. Erst mit dem Zerfall der Sowjetunion hörten die Deportationen in diese Gebiete auf. (Quelle: Wikipedia-Artikel "Sibirien") Drogenprobleme In Sibirien wie in ganz Russland gibt es ein sehr großes Drogenproblem.
2,5 Millionen Menschen sind in Russland Drogenabhängig, laut der russischen Drogen-Bundesbehörde (2009). Jedes Jahr sterben 30.000 Menschen an den Folgen des Drogenkonsums. Drogen sind außerdem verantwortlich für 65 Prozent der AIDS-Fälle. 450.000 Russen sind mit dem HIV-Virus infiziert (2008). Tjumen Tjumen ist die Hauptstadt des gleichnamigen russischen Regierungsbezirks (Oblast Tjumen) in Westsibirien und wird von den Einheimischen gerne als die "Mutter Sibiriens" bezeichnet. Sie hat 550.000 Einwohner (2007) und liegt am Fluss Tura, der flussabwärts in den Tobol mündet. Tjumen ist eine der ältesten russischen Ansiedlungen in Sibirien. Es wurde bereits 1586 als Fort der Kosaken zum Schutz gegen die Steppennomaden gegründet. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind der Schiffs- und Maschinenbau, außerdem die Herstellung von Fleischprodukten und die chemische Industrie. |