![]() Ein Davidstern zerreißt die Decke des Schweigens Die Vision: Ein Davidsstern auf den neuen Bundesländern, der wichtigste Schauplatz des Holocaust, die Umsetzung: 9 Tage - 2390 km zu Fuß – 192 Etappen – 7 Bundesländer – 22 Veranstaltungen an 18 Orten – ca. 900 Besucher, davon über 500 angemeldete Marschteilnehmer aus 9 Nationen, u.a. Israel, USA und Weißrussland. Für viele von Ihnen wurde der Marsch des Lebens zu einem lebensverändernden Erlebnis.Startpunkt des Marsches war nach einem Vorbereitungsseminar in Leipzig die Gedenkstätte des KZ Buchenwald. Mit dem Klang des Schofars setzten sich die Teilnehmer, unter ihnen die Holocaustüberlebenden Peter Loth und Rose Price, von der Rampe des ehemaligen Bahnhofs des KZs gemeinsam in Bewegung um den ersten Kilometer schweigend zu laufen und sich anschließend auf 12 Tagesteilstücke zu verteilen. Ein ausführlicher Gebetsleitfaden informierte über die Geschichte der Orte, durch die der Marsch führte: ehemalige Konzentrationsaußenlager, Orte von Zwangsarbeit, Schauplätze von Todesmärschen. Im Fokus war die „doppelte Betondecke“, d.h. sowohl die Schuld des Nationalsozialismus als auch das 50-jährige staatlich verordnete Verschweigen und Verdrängen in der Zeit der DDR. Die Teilnehmer nahmen die Impulse auf, taten stellvertretend Buße, beteten für das Land. Immer wieder kam es zu Begegnungen mit Menschen, aus Dörfern und Städten auf dem Weg. Der Marsch des Lebens blieb nicht auf eine Gegend beschränkt. Am Regionaltag verteilten sich die Teilnehmer auf acht Regionen in allen fünf neuen Bundesländern und in Niedersachsen. Lokale Gemeinden stellten ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und nahmen die Teilnehmer des Marsch des Lebens herzlich auf, u.a. in Lichtenstein, Potsdam und Wernigerode. Bei acht öffentlichen Veranstaltungen in den lokalen Gemeinden mit insgesamt 700 Teilnehmern, die parallel stattfanden, wurde die Botschaft des Marsch des Lebens multipliziert: Nie wieder Schweigen – für Versöhnung und Vergebung. Der thüringische Staatssekretär im Kultusministerium Walter Bauer-Wabnegg empfing in Vertretung des Ministerpräsidenten eine 10-köpfige Delegation des Marsches in der Staatskanzlei in Erfurt. Prof. Bauer-Wabnegg hob bei dieser herzlichen Begegnung die besondere Bedeutung einer Initiative wie dem Marsch des Lebens für die neuen Bundesländer hervor. Die letzte Etappe des Marsches wurde in Berlin an der Gedenkstätte Gleis 17 gestartet. Rose Price berichtete an diesem Ort, der an das Grauen der Deportationen erinnert, von ihren eigenen fürchterlichen Erlebnissen während der Transporte in Viehwaggons. Einige Stunden später empfing der Stiftungsdirektor der brandenburgischen Gedenkstätten Prof. Morsch die vom Dauerregen durchnässten Marschierer am Ende der letzten Etappe in der KZ Gedenkstätte Sachsenhausen mit Dank für ihr Engagement. Am Samstag fand der Marsch des Lebens 2008 in Berlin mit zwei Veranstaltungen seinen Abschluss. Auf dem Teufelsberg, wo die Trümmer des zerstörten Berlins aufgehäuft sind, proklamierten die Teilnehmer des Marsches gemeinsam mit vielen Berlinern die Gnade Jesu und das Aufleben der Freundschaft zwischen Deutschland und Israel. Wolfhard Margies und Christoph Häselbarth unterstrichen mit Grußworten die Bedeutung der Beziehung zwischen Deutschland und Israel. Feierlicher Schlusspunkt war am Abend ein Gottesdienst mitten in Berlin im Marriott Hotel. Müde aber dankbar wurden die Teilnehmer des Marsches in ihre Heimatorte ausgesendet. Weitere Berichte, Zeugnisse und Fotos folgen demnächst! |